Ernährung bei Hämophilie

Ernährungsberatung Hämophilie

Hämophilie auch Bluterkrankheit genannt, ist eine angeborene, lebenslang bestehende Störung des Blutgerinnungssystems, die fast ausschließlich Männer betrifft.

Die Ursache der Hämophilie (Bluterkrankheit) ist ein Mangel an Gerinnungsfaktoren, ausgelöst durch ein defektes Gen. Die Hämophilie kann in Hämophilie A und Hämophilie B unterteilt werden. Beide Formen sind Erbkrankheiten. Von der Hämophilie A wird gesprochen, wenn ein Mangel an dem Faktor VIII vorliegt (antihämophiles Globulin), bei der Hämophilie B hingegen liegt ein Mangel an dem Faktor IX (Christmas-Faktor) vor. Diese Faktoren sind wichtige Bestandteile der Gerinnungskaskade, wodurch der Mangel die Blutgerinnung stark verlangsamen kann.

Das Leitsymptom der Hämophilie A und Hämophilie B ist somit eine stark verlangsamte Blutgerinnung, die sich in Blutungen in Gelenke und Muskulatur, sowie in Weichteile und innere Organe äußert. Ohne Behandlung kann es zu immer wiederkehrende Blutungen durch die Schädigung der Gelenke (Knorpel und Knochen) und dadurch bedingte Muskelveränderungen (Atrophien, Verkürzungen) und somit zu Behinderungen wie z.B. Gehbehinderung kommen. Zudem können schwere Blutungen in innere Organe oder Weichteile oder Blutungen nach Operationen oder Verletzungen lebensbedrohlich für die Betroffenen sein.

Ernährung bei Hämophilie

Neben der medikamentösen Hämophilie-Therapie, zur Verbesserung des Krankheitsverlaufs, spielt die Ernährung eine große Rolle um die Gesundheit und das Wohlbefinden der PatientInnen zu gewährleisten.

Da Menschen mit Hämophilie A oder Hämophilie B mehr Blut als gesunde Menschen verlieren, laufen sie Gefahr einen Eisenmangel zu entwickeln. Wenn zudem, dem Körper nicht ausreichend Folsäure und Vitamin B12 zur Verfügung stehen, ist es für den Körper schwierig, neues Blut zu bilden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, Mangelerscheinungen mit einer gewogenen und abgestimmten Ernährung vorzubeugen und so die Therapie der Hämophile optimal zu gestalten. Die zugeführten Lebensmittel sollten somit einen hohen Gehalt an Eisen, Folsäure und Vitamin B 12 aufweisen.

Eisen bei Hämophilie

Es ist für vor allem für den Sauerstofftransport verantwortlich und an weiteren wichtigen Stoffwechselfunktionen beteiligt, beugt Müdigkeit bzw. Ermüdung vor und sorgt für eine normale Funktion des Immunsystems. Eisen gewährleistet eine normale Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin.

Der Körper kann das Eisen aus tierischen Produkten am besten verwerten. Jedoch ist der Verzehr von rotem Fleisch nur in Maßen zu empfehlen, daher ist es sinnvoll, pflanzliche Eisenquellen miteinzubeziehen.

Folgende Lebensmittel weisen einen hohen Gehalt an Eisen auf und sind für Hämophilie Patienten besonders wertvoll:

  • Rotes Fleisch
  • Gemüse wie Spinat, Brokkoli, Fenchel, Bohnen, Avocado, Spargel,
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchten (Sojabohnen; Bohnen und Linsen
  • Fisch
  • Austern, Muscheln
  • Hirse, Haferflocken und Vollkornprodukten

Folsäure bei Hämophilie

Folsäure, oder auch Vitamin B9 gehört zu den B-Vitaminen.

Es spielt eine wichtige Rolle für die Zellteilung. der Zellen im Knochenmark, die die roten Blutkörperchen bilden.

Weitere wichtige Aufgaben im Körper sind.

  • Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
  • normale Blutbildung
  • normale Funktion des Immunsystems
  • normale Synthese von Aminosäuren und normaler Hommocystein-Stoffwechsel
  • normale psychische Funktion

Der Körper kann Folsäure nicht selbst herstellen und muss diese in ausreichender Menge dem Körper zuführen.

Folsäure findet sich den folgenden Nahrugsquellen:

  • Alle grünen Gemüse wie Spinat, Salat, Endivien, Avocado
  • Kürbis, Karotte
  • Okrashoten, Spargel
  • Hülsenfrüchte wie Sojabohnen oder Linsen
  • Obst wie Melonen, aprikosen, Bananen, Zitronen
  • Orangen-und Tomatensaft
  • Vollkornprodukten
  • Hefe, Pilze
  • Leber

Vitamin B12 bei Hämophilie

Vitamin B12 auch Cobalamin genannt, ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Cobalamine helfen, Fette, Kohlehydrate und Eiweiße zu verwerten.

Vitamin B12 aktiviert zudem die Folsäure und und regeneriert die roten Blutkörperchen.

Der Körper kann Vitamin B12 nicht in ausreichender Menge selbst herstellen und sollte daher in ausreichende Menge über die Nahrung aufgenommen werden.

Folgenden Lebensmittel sind reich an Vitamin B12:

  • Blattgemüse wie Spinat oder Salat
  • Tomaten und Gurken
  • Vergorenes Gemüse wie Sauerkraut
  • Getreide (alle Sorten)
  • Fleisch (alle Sorten)
  • Fisch
  • Krustentiere
  • Milchprodukte

Gerne stehen Ihnen die FachberaterInnen der Centro-Apotheke rund um Fragen bezüglich der Ernährung bei Hämophilie zur Verfügung.

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